Breslau – Wroclaw – Wroclove

Im Jahr 2016 war Breslau zusammen mit San Sebastian Kulturhauptstadt in Europa. Dies erst brachte die Stadt als Reiseziel auf meinen Radar. Die wechselhafte Geschichte sowie die moderne Kreativ- und Studentenszene geben der Stadt ein besonderes Flair.

 

How to get there?

Breslau liegt nur ca. 350 km von Berlin entfernt. Wir entschieden uns mit dem Auto zu fahren, da man damit die größere Flexibilität hat. Es gibt auch den sog. Kulturzug, der zwischen Berlin und Breslau verkehrt. Dieser fährt allerdings nur Samstag und Sonntag und soll eher unzuverlässig sein. Breslau hat auch einen Flughafen und wird u.a. von der Lufthansa angeflogen.

Where to stay?

Wir hatten ein Hotel in der Nähe des Hauptbahnhofes und somit fußläufig zur Innenstadt gebucht. Das Hotel verfügt über eine Tiefgarage, worauf man bei Anreise mit dem Auto achten sollte. Denn manche Klischees sind leider auch nicht weit von der Wahrheit…
60 Euro pro Nacht inkl. Frühstück zahlten wir für ein gutes Mittelklassehotel.

What to do?

Der zentrale Platz in Breslau ist der Rynek. Bestehend aus Bürgerhäusern und Rathaus bildet der Rynek den zentralen Punkt in der Fußgängerzone von Breslau. Am Rynek befindet sich auch die Elisabethkirche, deren Turm man gegen einen kleinen Obolus besteigen kann. Eine Wendeltreppe führt zur Spitze. Der Aufstieg ist anstrengender als gedacht, aber der Ausblick lohnt sich.

Die Sand- sowie Dominsel bilden den historischen Kern Breslaus. Die kleinen Inseln in der Oder beherbergen ca. 7 Kirchen. Die ein oder andere haben wir uns auch von innen angeschaut und wie es sich für katholische Kirchen gehört sind diese sehr prunkvoll ausgestattet und es liegt Weihrauch in der Luft.

Die Dombrücke, die die Dominsel mit der Sandinsel verbindet, wird von vielen Liebespaaren mit Schlössern bestückt und der Schlüssel anschließend in die Oder geworfen. Schlösser kann man bei findigen Händlern dort direkt vor Ort kaufen.

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Überall in Breslau findet man kleine Zwerge, die an den sog. Zwergenaufstand erinnern sollen. Breslau war in den 1980er Jahren eines der wichtigen Zentren der Solidarność. Mit Demonstrationen im Zwergenkostüm oder mit dem Bemalen von Hauswänden mit Zwergen brachten die Menschen ihren Unmut gegenüber dem kommunistischem Regime zum Ausdruck.

Mittlerweile gibt es über 300 Zwerge in verschiedenen Varianten in ganz Breslau verteilt.

 

Where to eat?

Breslau bietet sehr viele, sehr gute und sehr preiswerte Restaurants. Wir haben in der Craft Beer Bar Targowa zu Abend gegessen. Das Targowa befindet sich im Keller der alten Markthalle Hala Targowa und hat somit eine urige Atmosphäre. Man sitzt auf Holzbänken im Kellergewölbe. Es gibt 16 Biere vom Hahn. Bis auf einige Gastbiere bekommt man IPA, APA, AIPA und diverse Specials von in erster Linie polnischen Brauereien. Es gibt typische Gerichte, die zu Bier passen wie z.B. Wurstplatte oder Tartar aber auch eine wechselnde Wochenkarte sowie polnische Spezialitäten wie z. B. Piroggen. Für Speis und Trank zu dritt zahlten wir umgerechnet weniger als 30 Euro.

Wer noch kostengünstiger speisen möchte, kann in eine der zahlreichen Milchbars der Stadt gehen. Diese servieren gute Hausmannskost zu kleinen Preisen und die Atmosphäre gleicht eher einer Kantine. Dafür aber lernt man hier ein Stück echtes Polen kennen.

 

DSCN3000DSCN2999Breslau hat mir sehr gut gefallen. Ich werde bestimmt wieder kommen und durch die Altstadtgassen wandern, an der Oder entlang spazieren, die Zwerge bewundern, Craft Beer im Targowa trinken und ganz viele Piroggen essen!

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